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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Wilhelm Jelkmann

Adresse
- Bereich Obstbau -
Schwabenheimer Straße 101
69221 Dossenheim

Sekretariat
Silvia Kowalczyk-Binder
Tel: 06221 86805-00
Fax: 06221 86805-15
owd@  julius-kuehn.  de

Adresse
-Bereich Weinbau-
Geilweilerhof
76833 Siebeldingen
Tel: 06345 41 - 209
owd@  julius-kuehn.  de

Adresse
Außenstelle beim DLR Mosel
Gartenstraße 18
54470 Bernkastel-Kues
Tel: 06531 - 956 483

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Krankheiten und Schädlinge

Obstkulturen wie Äpfel, Birnen und Kirschen sowie Weinreben werden von zahlreichen Pathogenen und Schädlingen bedroht. Dazu gehören Viren, Bakterien, Pilze und tierische Schädlinge. Sie verursachen entweder direkte Schäden an den Pflanzen und Früchten oder übertragen Krankheitserreger. Krankheiten und Schädlinge sind jedoch nicht nur für Ernteeinbußen verantwortlich, sondern können auch die Qualität von Obst und Wein negativ beeinflussen. Bei Baumobstarten und Reben mit Standzeiten von bis zu 25 Jahren sind solche Schaderreger besonders gefährlich, die die Pflanzen massiv schwächen oder ganze Bestände zum Absterben bringen.

Wir analysieren die Ursachen von Pflanzenschäden und ihren Zusammenhang mit Schaderregern oder Umweltfaktoren. Dies schließt Untersuchungen zur Biologie und zum Verhalten von Schaderregern und Nützlingen ein. Außerdem werden Schadensmechanismen und charakteristische Symptome erforscht.

Beispielsweise verursachen Pflanzenviren häufig mosaikartige oder ringfleckige Muster auf Blättern, während Welkeerscheinungen an Blattstielen und Blättern auf einen Befall mit Bakterien durch Verstopfung der Leitbündelgefäße hindeuten können. Insbesondere mit molekularen Arbeitstechniken ermitteln wir vollständige Genome von Organismen. So schaffen wir in Ergänzung zu morphologischen Verfahren die Basis für eine molekulare Taxonomie und moderne Diagnostik. Beides ist Voraussetzung, um Schaderreger zielgerichtet zu bekämpfen bzw. dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Zwischen den Pathogen und ihren Wirtspflanzen gibt es zahlreiche Wechselwirkungen, die oft nicht bekannt sind. Mit derartigen Untersuchungen erhalten wir exaktere Daten, die für zielgerichtete Bekämpfungsansätze sowie für die Resistenzzüchtung wichtig sind.