Springe direkt zu:
Service Navigation

Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Jörg Michael Greef und Professor Dr. Dr. Ewald Schnug

Adresse
Bundesallee 58
38116 Braunschweig

Sekretariat (Bodenkunde)
Sabine Wichmann/Angelika Kunde
Tel: 0531 596-2102/-2104/-2105
Fax: 0531 596-2199
pb@  julius-kuehn.  de

Sekretariat (Pflanzenbau)
Sigrid Ehlers/Angelika Dölle
Tel: 0531 596-2302/-2303
Fax: 0531 596-2399
pb@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer

Bodenbiologie

Stierkäfer, Typhaeus typhoeus (Männchen)

Der Arbeitsbereich Bodenbiologie befasst sich mit den Auswirkungen von Standortfaktoren und Bewirtschaftung (wie Düngung, Pflanzenschutz und Bodenbearbeitung) auf die in landwirtschaftlich genutzten Böden lebenden Organismen. Die ökologische Funktion der Bodenorganismen besteht darin, Streu und Erntereste, abgestorbene Wurzeln und dem Boden zugeführte organische Dünger zu zersetzen bzw. zu verstoffwechseln. Die Bodenlebewesen bauen diese Stoffe bis auf die Ebene anorganischer Moleküle und Elemente ab. Diese dienen den Pflanzen wieder zum Aufbau neuer Biomasse. Untersucht werden taxonomisch unterschiedliche Bodenorganismen der Megafauna (Tiere > 2 cm Größe), so zum Beispiel Regenwürmer (Anneliden) und Käfer (Coleoptera). Ebenso gehören dazu die Mikroorganismen des Bodens, d.h. Vertreter der Mikroflora (Organismen < 50 µm Größe wie z. B. Bakterien, Pilze und Algen). Der Lebensraum der Mikroorganismen ist ein komplexes Ökosystem. Zur Aufklärung ihrer funktionellen Wechselwirkungen untereinander, mit größeren Bodenorganismen und mit den Pflanzen selbst tragen die Arbeiten des Institutes bei.

Bodenmikroorganismen bilden Enzyme. Diese setzen Nähr- und Spurenstoffe aus mineralischer Bodensubstanz frei. Außerdem bauen sie pflanzliche und tierische Biomasse im Boden und in den Verdauungsorganen der Bodenfauna ab. Sie stehen am Anfang der Nahrungskette. Die von den Bodenmikroorganismen gebildeten Enzyme sind substratspezifische Oxidoreduktasen, Transferasen, Hydrolasen und Lipasen. Deren Aktivitäten können kolorimetrisch sichtbar und mit einem Photometer messbar gemacht werden. Die Enzymaktivitäten werden zur Bewertung des ökologischen Zustandes des Bodens genutzt.

Kontakt:
Dr. Kirsten Stöven