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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Jörg Michael Greef und
Professor Dr. Dr. Ewald Schnug

Adresse
Bundesallee 58
38116 Braunschweig

Sekretariat (Bodenkunde)
Sabine Wichmann/Angelika Kunde
Tel: 0531 596-2102/-2104/-2105
Fax: 0531 596-2199
pb@  julius-kuehn.  de

Sekretariat (Pflanzenbau)
Sigrid Ehlers/Angelika Dölle
Tel: 0531 596-2302/-2303
Fax: 0531 596-2399
pb@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer

Bodenchemie

Bodenprobennahme

Die Chemie des Bodens trägt entscheidend zur Bodenfruchtbarkeit landwirtschaftlich genutzter Böden und damit zur Versorgung von Kulturpflanzen mit Nährstoffen bei. Negative Funktionalität sowie eine nicht an den Boden angepasste Düngung stellen zudem ein hohes Risiko für Nährstoffausträge in Grund- und Oberflächengewässer dar. Dies hat negative Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen.

Wesentliche chemische Eigenschaften von Böden sind die Bodenacidität, die Ionensorption und die Redoxreaktionen. Die meisten chemischen Reaktionen finden in der Bodenlösung statt. Diese hat maßgeblichen Einfluss auf die Nährstoffaufnahme und ggf. auch auf die Aufnahme von Schadstoffen durch die Pflanzen. Aktuelle und potenzielle Nährstoffkonzentrationen in der Bodenlösung sind abhängig von bodenphysikalischen (z. B. Körnungszusammensetzung) und bodenbiologischen (z. B. Enzymaktivitäten) Eigenschaften des Bodens. Sie werden durch Düngungsmaßnahmen beeinflusst. Zwischen der Bodenlösung und den mineralischen und organischen Bodenbestandteilen besteht eine kontinuierliche Wechselwirkung. Humusverlust, Nährstoffauszehrung, mechanische Bodenverdichtung und chemische Verunreinigungen, z. B. durch Begleitstoffe in Düngemitteln oder Altlasten, können sich negativ auf die Verfügbarkeit von Nährstoffen auswirken.

Das Institut bestimmt pflanzenverfügbare und Gesamtgehalte von Nähr- und Schadstoffen in landwirtschaftlich genutzten Böden. In Labor-, Gefäß- und Feldversuchen werden zum Beispiel die Auswirkungen von organischen und mineralischen Düngern auf die Bodenchemie und somit auf die Ernährung der Kulturpflanzen untersucht. Ziel sind eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion und die Schonung der Ressource Boden. Schädliche Bodenveränderungen gilt es zu vermeiden. Außerdem werden Strategien zur Sanierung von in ihrer Funktionalität schon geschädigten Böden erarbeitet.

Kontakt:
Dr. Kerstin Panten