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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Jörg Michael Greef und
Professor Dr. Dr. Ewald Schnug

Adresse
Bundesallee 58
38116 Braunschweig

Sekretariat (Bodenkunde)
Sabine Wichmann/Angelika Kunde
Tel: 0531 596-2102/-2104/-2105
Fax: 0531 596-2199
pb@  julius-kuehn.  de

Sekretariat (Pflanzenbau)
Sigrid Ehlers/Angelika Dölle
Tel: 0531 596-2302/-2303
Fax: 0531 596-2399
pb@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer

Arten- und Sortenspektrum

Blühende Silphie

Vor dem großflächigen Anbau einer neuen Pflanzenart in der Landwirtschaft ist die Analyse ihres Wasserbedarfs wichtig. So können die am besten geeigneten Anbauregionen ausgewählt und das optimale Wassermanagement  ermittelt werden. Gegenwärtig diskutieren Forscher die Durchwachsene Silphie als ein alternatives Biogassubstrat zu Silomais. Die Silphie ist eine mehrjährige Staude. Sie gilt als besonders trockentolerant. Erste Ergebnisse der am Institut durchgeführten Vergleichsversuche zeigen, dass die Silphie den Boden intensiver und tiefer durchwurzelt als Mais. Im Mittel von vier Standorten bildete sie mit 8 t/ha etwa doppelt so viel Wurzeltrockenmasse wie Mais. Die vermutete höhere Trockentoleranz der Silphie ließ sich indessen nicht bestätigen.

In Zusammenarbeit mit der Universität Aberystwyth in Wales (UK) wird Miscanthus in einem groß angelegten Forschungs- und Züchtungsprogramm sowohl als alternative Energiepflanze als auch für technische Nutzungen untersucht. Das Institut testet eine Vielzahl von Miscanthusherkünften verschiedener Arten und Kreuzungen in mehrortigen  Feldversuchen. Ziel ist es, die genetische Basis zu erweitern und das Leistungspotenzial von Miscanthus zu ermitteln. Dabei werden verschiedene Strategien angewandt. Zum einen wird geprüft, ob leistungsstarke, züchterisch bisher unbearbeitete  Herkünfte mit dem bislang einzigen in der landwirtschaftlichen Praxis angebauten Klon Miscanthus x giganteus konkurrieren können. Zum anderen werden ausgewählte Arten und Linien gekreuzt. Ein weiteres Ziel stellt die Erarbeitung der Grundlagen für die Vermehrung von Miscanthus über Saatgut dar, um die hohen Kosten des derzeitigen Anbaus von Miscanthus über Rhizome deutlich senken zu können.

Kontakt:
Dr. Siegfried Schittenhelm