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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Jörg Michael Greef und
Professor Dr. Dr. Ewald Schnug

Adresse
Bundesallee 58
38116 Braunschweig

Sekretariat (Bodenkunde)
Sabine Wichmann/Angelika Kunde
Tel: 0531 596-2102/-2104/-2105
Fax: 0531 596-2199
pb@  julius-kuehn.  de

Sekretariat (Pflanzenbau)
Sigrid Ehlers/Angelika Dölle
Tel: 0531 596-2302/-2303
Fax: 0531 596-2399
pb@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer

Nachhaltige Pflanzenbausysteme

Nachhaltige Anbausysteme sind die Basis für eine effiziente und ressourcenschonende Landbewirtschaftung. Sie müssen die ökonomische Basis der landwirtschaftlichen Betriebe sichern und gleichzeitig die Fruchtbarkeit der Böden erhalten oder gar verbessern. Diese Forschungsaufgabe gestaltet sich zunehmend komplexer durch neue und vielfältigere Ansprüche an die pflanzlichen Produkte (Nahrung, Futter, Rohstoff, Energie).

Im Einklang mit den Zielsetzungen der Europäischen Union plant die Bundesrepublik Deutschland, den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch weiter zu erhöhen. Auch die Landwirtschaft soll ihren Beitrag zur Energiewende leisten. Dies erfordert die Erweiterung bestehender Anbausysteme um Energiepflanzen. Der zunehmende Anbau von Biogasmais wirkt sich jedoch nachteilig auf den Humushaushalt, die Bodenstruktur und die Biodiversität aus. Weiterhin wird die Bodenerosion erhöht, die Infiltration der Böden vermindert und die Entwicklung und Etablierung von Pflanzenpathogenen begünstigt. Der alternative Anbau neuer Energiepflanzen, wie z. B. der Durchwachsenen Silphie (Silphium perfoliatum), kann zur Minderung dieser Probleme und damit zum Schutz der Ressource Boden beitragen (BBodSchG).

Ihre Eignung und ihre Vorteile werden derzeit am JKI intensiv untersucht.

Die Forschungsarbeiten des Instituts tragen zur Definition und ständigen Weiterentwicklung der "Regeln guter landwirtschaftlicher Praxis" bei. Gerade eine intensive Landwirtschaft mit effizienter Flächenbewirtschaftung erfordert Grundsätze, die eine standortangepasste Bewirtschaftungsweise, den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit sowie einen bedarfsorientieren Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz einschließen. Eine derartige nachhaltige Rohstoffproduktion sichert langfristig die Bereitstellung sicherer und gesunder Nahrungs- und Futtermittel.