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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Jörg Michael Greef und Professor Dr. Dr. Ewald Schnug

Adresse
Bundesallee 58
38116 Braunschweig

Sekretariat (Bodenkunde)
Sabine Wichmann/Angelika Kunde
Tel: 0531 596-2102/-2104/-2105
Fax: 0531 596-2199
pb@  julius-kuehn.  de

Sekretariat (Pflanzenbau)
Sigrid Ehlers/Angelika Dölle
Tel: 0531 596-2302/-2303
Fax: 0531 596-2399
pb@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer

Pflanzenernährung

Pflanzenernährung ist die Lehre von der Versorgung der Pflanzen mit Makro- (N, P, S, K, Ca, Mg) und Mikronährstoffen (Cl, Fe, Cu, Zn, Mn, Mo, B). Sie umfasst Methoden zur Diagnose der Nährstoffversorgung und die Messung des aktuellen Nährstoffstatus der Pflanze. Der Einfluss der verschiedenen Nährelemente auf Ertrags- und Qualitätsparameter und die pflanzliche Widerstandsfähigkeit gegenüber biotischem und abiotischem Stress ist ebenfalls Gegenstand der Forschung.

Unsere Kulturpflanzen nehmen den Großteil ihrer Nährstoffe über den Boden auf. Daher sind die Düngung, aber auch die Verfügbarkeit der Nährelemente und ihre Bindungsformen im Boden für die Pflanzenernährung entscheidend. Jede Pflanze benötigt alle essentiellen Makro- und Mikronährstoffe in einem bestimmten Mengenverhältnis. Bereits 1828 veröffentlichte Carl Sprengel das sogenannte Minimumgesetz. Es besagt, dass das Nährelement, welches im Vergleich zur benötigten Menge am geringsten verfügbar ist, über das Wachstum der Pflanze und somit über ihren Ertrag entscheidet. Am Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde werden zahlreiche Fragestellungen der Pflanzenernährung in Feld- und Gefäßversuchen untersucht.

Welche Nährelemente im besonderen Fokus der Forschung stehen, ändert sich mitunter gesellschaftspolitisch bedingt. So ist seit den 1990er Jahren das Nährelement Schwefel (S) ein wichtiges Thema am Institut, da mit der effektiven industriellen Rauchgasentschwefelung Ende der achtziger Jahre ein Wandel in der S-Versorgung stattfand. Zuvor war Schwefel in ausreichender Menge als Verschmutzung über den Regen in landwirtschaftliche Flächen eingetragen worden. Die effektive Rauchgasentschwefelung führte jedoch dazu, dass Ende der neunziger Jahre S-Mangel in nahezu allen Kulturen beobachtet werden konnte. Themen wie der Einfluss von Schwefel auf den Ertrag und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte sowie die Gesundheit der Pflanzen werden seither untersucht.

Aktuell ist das Nährelement Phosphor (P) aufgrund der begrenzten Rohphosphatreserven in den Fokus der Forschung gerückt. Die Thematik eines sinnvollen P-Recyclings ist daher eine wichtige Forschungsfrage.