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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Jörg Michael Greef und Professor Dr. Dr. Ewald Schnug

Adresse
Bundesallee 58
38116 Braunschweig

Sekretariat (Bodenkunde)
Sabine Wichmann/Angelika Kunde
Tel: 0531 596-2102/-2104/-2105
Fax: 0531 596-2199
pb@  julius-kuehn.  de

Sekretariat (Pflanzenbau)
Sigrid Ehlers/Angelika Dölle
Tel: 0531 596-2302/-2303
Fax: 0531 596-2399
pb@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer

Diagnose der Nährstoffversorgung

Nährstoffmangel Raps

Verschiedene Methoden stehen zur Verfügung, um die Nährstoffversorgung von Kulturpflanzen zu erfassen:

  • Visuelle Diagnose von Mangelsymptomen
  • Chemische Analyse des Pflanzenmaterials
  • Ermittlung des standortspezifischen Versorgungspotenzials (Bodenanalytik)
  • Bilanzierung von Input- und Output-Parametern
  • Modellierung

In der Landwirtschaft sind frühzeitige Prognosemethoden, die eine rechtzeitige Düngung ermöglichen, von großer Bedeutung, um ein maximales Ertragspotenzial zu realisieren. Die visuelle Diagnose von Mangelsymptomen ist bei einigen Kulturen und Nährelementen sehr spezifisch. So ist z. B. S-Mangel bei Raps sehr gut zu diagnostizieren. Häufig sind Nährstoffmangelsymptome jedoch eher unspezifisch und nur durch einen Experten sicher zu erkennen.

Chemische Analysen von Pflanzen und Böden stellen in Bezug auf die Umsetzung in Düngungskonzepte nicht nur ein zeitliches Problem dar, sondern zeigen zudem spezifische Besonderheiten. Pflanzenanalysen sind nur dann sinnvoll zu bewerten, wenn definierte Pflanzenteile zum Zeitpunkt eines definierten Entwicklungsstadiums beprobt werden. Als weitere Parameter müssen spezifische Ertragsgrenzwerte für das beprobte Stadium vorliegen und das Pflanzenmaterial muss frei von äußeren Kontaminationen ist.

Die Aussagekraft von Bodenanalysen ist häufig durch die zum Teil hohe räumliche und zeitliche Variabilität der Nährstoffgehalte im Boden beeinträchtigt. So zeigt zum Beispiel der Sulfatgehalt im Boden eine so hohe räumliche und zeitliche Variabilität. Daher sind Rückschlüsse aus der Bodenanalytik auf den Versorgungszustand der Pflanzen mit Schwefel nicht möglich. Das Institut hat als praktische Lösung ein einfaches Modell zur Prognose des Schwefelversorgungszustandes von Böden entwickelt, das unter anderem wichtige Parameter wie Bodenart, Bodenhydrologie, angebaute Kultur und aktuelle klimatische Gegebenheiten berücksichtigt, um den S-Düngebedarf zu ermitteln.

Typische S-Mangelsymptome an Raps im vegetativen Zustand: Marmorierung Blätter mit dunkleren grünen Bereichen um Blattnerven
Schwefelmangel an Winterweizen
Phosphormangel an jungen Maispflanzen