Springe direkt zu:

Die Forscher des JKI tragen dazu bei, Kulturpflanzen fit zu machen für die Herausforderungen der Zukunft. Sie forschen, um Weizen, Kartoffel oder Apfel gegen Krankheiten zu wappnen und sie an sich ändernde Umweltbedingungen anzupassen. Optimal angepasste Sorten sind das Rückgrat der modernen Landwirtschaft. Mit widerstandsfähigen (resistenten) Sorten lassen sich Pflanzenschutzmittel einsparen und hohe Erträge erzielen. Der Schutz und die Erhaltung der Sortenvielfalt, aber auch der wild vorkommenden Verwandten und Vorfahren unserer kultivierten Pflanzen ist ebenfalls Aufgabe des JKI.

Bei wichtigen Ackerkulturen, Gemüse oder Zierpflanzen ist das JKI in dem der Sortenzüchtung vorgelagerten Bereich tätig, dem so genannten Pre-Breeding. Denn es bedarf einiger Anstrengungen, um aufzuklären, welche Gene für welche der neuen gewünschten Eigenschaften, wie etwa die Resistenz gegen einen Pilz, verantwortlich sind. Bei Obst und Reben züchten wir direkt bis zur Sorte. Hauptgrund für den Züchtungsauftrag ist, dass der Zuchtprozess mit 20 bis 30 Jahren bei diesen Kulturen sehr langwierig ist. Da auch die robusteste Sorte nichts nützt, wenn sie nicht schmeckt oder bestimmte wertgebende Inhaltsstoffe fehlen, gibt es am JKI Spezialisten, die sich mit Aromaprofilen und der Bestimmung von wertgebenden Inhaltsstoffen auskennen.

Um sowohl in dem der Züchtung vorgelagerten Bereich sowie bei der Züchtung neuer Sorten erfolgreich zu sein, kümmern wir uns darum, die bestehende Sortenvielfalt zu erhalten. Zum einen vernetzen wir uns mit anderen Forschungseinrichtungen und Genbankbetreibern und legen Datenbanken an. Zu anderen engagieren wir uns in Schutz- und Managementprogrammen zu den so genannten Pflanzengenetischen Ressourcen. Außerdem unterhalten wir eigene Reb- und Obstsammlungen, so genannte Genbanken. Für Deutschland koordinieren wir die Deutsche Genbank Obst und die Deutsche Genbank Reben, wobei wir eng mit anderen Sammlungen zusammen arbeiten.