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Pressemeldung

Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Pressesprecherin
Dr. Gerlinde Nachtigall

Tel: 0531 299-3204
Fax: 0531 299-3000
pressestelle@  julius-kuehn.  de
 
Pressereferentin
Dipl.- Biol. Stefanie Hahn

Tel: 03946 47-105
oder
Tel: 0531 299-3207
pressestelle@  julius-kuehn.  de

PI Nr. 1: „Von A wie Aroma bis Z wie Zikade“: Julius Kühn-Institut (JKI) präsentiert Forschung rund um den Weinberg auf der Grünen Woche in Berlin

Ab dem 18.01. geht es an den vier JKI-Ständen in Halle 23a um Rebenzüchtung und Rebschutz

„Von A wie Aroma bis Z wie Zikade“: An den vier Ständen, die das Julius Kühn-Institut in der Halle 23a betreibt, dreht sich in diesem Jahr alles um Weinbau, Rebschutz, Rebenkrankheiten, Genbankarbeit und Züchtung neuer Rebsorten. Ein Schwerpunkt liegt darauf, wie die Digitalisierung die Arbeit der Winzer in ihren Rebflächen aber auch der Rebenzüchter künftig erleichtern und verbessern kann. Digitalisierung steht im Jahr 2019 im Fokus des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), welches im Rahmen seiner Sonderschau auf der Internationalen Grünen Woche regelmäßig auch die Arbeiten seiner Behörden und Forschungseinrichtungen vorstellt.

Die Züchtungsforscher des JKI sind mit einer Aromakomponenten-Theke, dem Modell eines Phänotypisierungsroboters, einem Traubenscanner und ihren Neuzüchtungen widerstandsfähiger Rebsorten vor Ort. Weine aus solchen Sorten werden bei moderierten Bühnenveranstaltungen mit den Züchtern vom JKI an den Wochenenden und dem langen Freitag zur Verkostung angeboten. In der Deutschen Genbank Reben, die als Onlineplattform vorgestellt wird, werden Rebstöcke von alten Sorten und wilden Verwandten der Rebe gesammelt und bewahrt. In dem Pflanzenmaterial, das als Rebstock auch in Freiland-Genbanken steht, wird nach Resistenzgenen und anderen nutzbringenden Eigenschaften gesucht. Sie sollen helfen, die Weinrebe fit für die Zukunft zu machen. Nicht zuletzt sind widerstandsfähige Sorten ein wichtiger Beitrag, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

Die Pflanzenschützer des Julius Kühn-Instituts stehen an einem überlebensgroßen Modell der Reblaus und berichten über ihre Forschungsarbeiten zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten, Virosen und Schadinsekten. Dabei wird oft nach neuen Wegen gesucht, etwa beim Einsatz von Lockstofffallen oder bei der so genannten Pheromonverwirrtechnik. Die Reblaus wird beispielsweise mit resistenten Rebunterlagen in Schach gehalten, denn Rebstöcke werden ähnlich wie Obst veredelt, indem das Edelreis auf eine Unterlage gepfropft wird.

In der Halle 1.2, die sich ausschließlich dem Ökolandbau widmet, sind die Darmstädter Kolleginnen und Kollegen des JKI-Fachinstituts für Biologischen Pflanzenschutz zu finden. Sie stellen auf dem Stand der BÖLN-Geschäftsstelle das Projekt EcoOrchard vor. Hier arbeiteten Forschungseinrichtungen und Betreiber von Apfelanlagen aus neun europäischen Ländern daran, die biologische Vielfalt in Apfelanlagen zu erhöhen, natürliche Gegenspieler von Schädlingen zu fördern und somit die Ökosystemdienstleistungen der Anlagen zu verbessern.

Das JKI ist während der Grünen Woche in zahlreiche Aktionen eingebunden. So findet am Eröffnungstag (18.01.) auf der zentralen Bühne in der Halle der Science Slam „Think aloud!“ statt, bei dem zwei der fünf Beiträge aus dem JKI kommen: www.julius-kuehn.de/aktuelles/aktuell/news/think-aloud-zwei-jki-beitraege-auf-gffa-science-slam-am-18012019/. Im Rahmen des Schülerprogramms zur Digitalen Landwirtschaft wird das JKI vorstellen, wie Kollege Roboter den Züchtungsforschern die Arbeit erleichtert.

Am Donnerstag 24.1. um 14:45 Uhr wird auf der Bühne in Halle 23a der Preis für die besten Erzeuger von Weinen aus der Rebsorte „Regent“ verliehen. Die Rebsorte, die den Mehltaupilzen besser trotzen kann als herkömmliche Rotweinsorten, wurde am JKI gezüchtet.