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Pressemeldung

Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Pressesprecherin
Dr. Gerlinde Nachtigall

Tel: 0531 299-3204
Fax: 0531 299-3000
pressestelle@  julius-kuehn.  de
 
Pressereferentin
Dipl.- Biol. Stefanie Hahn

Tel: 03946 47-105
oder
Tel: 0531 299-3207
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PI Nr. 13: Richtfest am 5. Juni 2018 - Neubau Büro- und Laborgebäude, Julius Kühn-Institut, Dossenheim

Am Standort Dossenheim entsteht für die JKI Institute „Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau“ sowie „Biologischen Pflanzenschutz“ ein Neubau.

Gemeinsame Pressemitteilung des Julius Kühn-Instituts, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und des Bundesbaus Baden-Württemberg

Im Beisein von Ministerialdirigent Ralf Poss, Unterabteilungsleiter Bundesbauten im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, wurde am Dienstag, dem 5. Juni 2018, in Dossenheim Richtfest beim Neubau des Büro- und Laborgebäudes für das Julius Kühn-Institut gefeiert. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein für die Baumaßnahme erreicht. Das Bauvorhaben wird vom Staatlichen Hochbauamt Heidelberg gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), dem Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) und dem Julius Kühn-Institut (JKI) realisiert.

In dem neuen Institutsgebäude sollen die Institute für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau (OW) und für biologischen Pflanzenschutz (BI) zusammengeführt werden. Die BImA ist Bauherrin und künftige Eigentümerin des Neubaus. Günther Danziger, zustän-diger Hauptstellenleiter bei der BImA in Freiburg und Clemens Neumann, Abteilungslei-ter im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, übermittelten in ihren Grußworten die besten Wünsche für das weitere Baugeschehen.

Ralf Poss: „Mit dem Entwurfskonzept von hotz + architekten mit Sütterlin + Partner, dem 1. Preis des 2013 abgeschlossenen Wettbewerbs, gelingt es, für das Baugrundstück im ländlichen Außenbereich und für die forschungsspezifischen Anforderungen der beiden JKI-Institute eine angemessene und funktionale Entwurfslösung zu erreichen. Sie erfüllt gleichzeitig auch hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit und gewährleistet Wirtschaftlichkeit bei Bau und Betrieb.“

Das Gebäude wird 2020 bezugsfertig sein. Es wird auf der Grundlage des mit dem 1. Preis prämierten Entwurfes des Planungsbüros hotz + architekten, Freiburg, mit Pla-nungsbüro Sütterlin + Partner GbR, Freiburg, realisiert. Der Neubau geht auf die länd-lich geprägte städtebauliche Situation ein und fügt den kompakten, dreigeschossigen Baukörper harmonisch in die umgebenden Obstgärten und Felder ein. Mit einer Nutz-fläche von 3.350 Quadratmetern wird das Institutsgebäude rund 23 Millionen Euro kosten.
Ralf Poss: „Ich freue mich schon jetzt auf die Einweihung des Institutsgebäudes Ende nächsten Jahres. Dann wartet auf Sie, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des JKI, ein betriebsbereites und attraktives Institutsgebäude. Ich bin mir sicher, dass wir dann sagen können: ‚Wir haben dieses wichtige Projekt unter schwierigen Bedingungen ins Ziel gebracht! ‘“

Der Vertreter des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Abteilungsleiter Clemens Neumann, würdigte die Beratungsleistungen und Forschung des JKI. Das JKI vereint unter seinem Dach 17 Fachinstitute an aktuell zehn Standorten in Deutschland. Haupt-sitz des Bundesforschungsinstituts ist Quedlinburg. Weitere Standorte sind Braun-schweig, Berlin, Kleinmachnow, Dresden, Dossenheim, Münster, Siebeldingen, Groß Lüsewitz sowie derzeit noch Darmstadt. Letzterer Standort wird mit dem Institutsneubau in Dossenheim aufgegeben und die Mitarbeiter finden hier eine neue Heimat. Das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ist eines von vier Forschungsinstituten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Seine Arbeiten zielen darauf ab, Kulturpflanzen vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen sowie Pflanzen und Anbausysteme an den prognostizierten Klimawandel anzupassen. Im Fokus stehen zudem Fragen der Genetik und Züchtungsforschung.

Der Präsident des JKI, Dr. Georg F. Backhaus, dankte in seiner Begrüßung allen an dem Bauvorhaben Beteiligten. Mit dem neuen Institutsgebäude erhalten die beiden Fachinstitute, die auf Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau (OW) und auf biologischen Pflanzenschutz (BI) spezialisiert sind, eine neue, moderne Infrastruktur, die für die Erfüllung gesetzlicher Aufgaben und die Realisierung von Forschungsprojekten des Julius Kühn-Instituts auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes erforderlich ist. JKI-Präsident Backhaus ist überzeugt, dass durch den Neubau und die Zusammenlegung der beiden Julius Kühn-Institute Synergien in der Forschung entstehen. Hierdurch wird die Forschung des JKI gestärkt, die aktuell noch stärker auf die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft ausgerichtet wird.

Günther Danziger nutzte im Rahmen der Veranstaltung die Gelegenheit, sich im Namen der BImA bei den Beteiligten für die geleistete Arbeit zu bedanken: „Beim Julius Kühn-Institut für seine geduldige und konstruktive Arbeit in allen Projektphasen, der Bauverwaltung für die erfahrene und kompetente baufachliche Betreuung, den Fachingenieuren und Fachplanern für die hohe ästhetische, technische und funktionale Qualität. Und natürlich bei allen Handwerkern, ohne die aus Planungen keine Realität werden könnte.“
Mit dem neuen Gebäude erhalten die beiden Institute für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau (OW) und für biologischen Pflanzenschutz (BI) eine neue, moderne Infrastruk-tur, die für die Forschungsaufgaben und Forschungsprojekte des Julius Kühn-Instituts auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes erforderlich ist.
Über die BImA:
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist die zentrale Dienstleisterin für Immobilien des Bundes. Sie gehört zum Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeri-ums und handelt nach den modernen Standards der Immobilienwirtschaft. Aufgaben-schwerpunkte sind das einheitliche Immobilienmanagement des Bundes, Immobilien-verwaltung und -verkauf sowie die forst- und naturschutzfachliche Betreuung der Ge-ländeliegenschaften. Sitz der Zentrale ist Bonn.

Die BImA deckt den Grundstücks- und Raumbedarf der Bundesressorts durch Flächen und Gebäude im eigenen Bestand, durch Neubau, Kauf oder Anmietung. Im Anschluss stellt sie den Nutzern die Liegenschaften auf der Basis von Mietverträgen zur Verfü-gung. Mit rund 4.600 Dienstliegenschaften verwaltet die BImA nahezu alle Dienstlie-genschaften des Bundes, darunter beispielsweise die Verwaltungsgebäude der Ministe-rien und Oberen Bundesbehörden sowie die kompletten Bundeswehrliegenschaften.

Zum Bauwerk

Das Konzept des Siegerentwurfes der ARGE Hotz-Sütterlin aus Freiburg sieht einen kompakten dreigeschossigen Baukörper aus zwei Gebäudeflügeln vor, die jeweils von einem Institut genutzt werden und durch ein zentrales Atrium miteinander verbunden sind. Das Atrium öffnet sich nach Norden und Süden und dient als zentraler Erschlie-ßungs- und Aufenthaltsbereich mit direktem Bezug zu den Freianlagen.
Der klare Baukörper nimmt Gebäudekanten auf und schafft einen großzügigen definier-ten Außenraum zwischen den Gebäuden.

Im Erdgeschoss befinden sich in zentraler und gut erreichbarer Lage die von beiden Instituten gemeinsam genutzten Labore und Funktionsbereiche, der Konferenzbereich, die gemeinsame Verwaltung und der zentrale Dienst. Der Konferenzbereich mit Neben-räumen kann vom Rest des Gebäudes abgetrennt und durch einen eigenen Nebenein-gang unabhängig genutzt werden.

Die den Instituten zugehörigen Labore liegen in den beiden Obergeschossen. Die ver-schiedenen Nutzungseinheiten der Laborbereiche bilden jeweils zusammenhängende Raumgruppen. Die wissenschaftlichen Büros und die Verwaltung der Institute sind zu Einheiten zusammengefasst und befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den jeweiligen Laboren. Das Atrium ist wesentliches architektonisches Merkmal des Entwurfs. Runde Deckenöffnungen verbinden die Geschosse untereinander und schaffen einen weitläu-figen Raumeindruck.
Das Atrium als zentrale Verbindung zwischen allen Nutzungseinheiten kann aus den Laboren und aus den Bürobereichen auf kurzem Weg erreicht werden.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Umsetzung der Aufgabenstellung auf die Beach-tung der Nachhaltigkeitsziele bei Neubauten des Bundes gelegt. Für das Bauvorhaben wird der Zertifizierungsgrad Silber nach BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes) mit einem Gesamterfüllungsgrad größer 65 Prozent angestrebt.

Die Außenanlagen und Wegebeziehungen entwickeln sich, den betrieblichen Anforde-rungen entsprechend, von der Zufahrt über die Parkierungsflächen bis zum Platz zwi-schen den Gewächshäusern und neuem Laborgebäude ganz selbstverständlich und funktionsgerecht.

Für die „Kunst am Bau“ wurde ein Wettbewerb durchgeführt. Der Siegerentwurf „Sweet Harmony“ ist eine Aluminiumguss-Skulptur, die auf dem Vorplatz des Neubaus positio-niert wird. Auszüge pflanzlicher Filmmotive verschiedener Autoren werden zu einer neuen, grotesken, künstlichen Pflanze verbunden. Die Skulptur nimmt Bezug auf das Tätigkeitsfeld des JKI, das sich den Schutz der Kulturpflanzen zum Ziel gesetzt hat.

Historie

2012
Europaweiter Wettbewerb auf Grundlage der ES-Bau des Staatlichen Hochbauamtes Heidelberg       
2014
Wettbewerb Kunst am Bau
2016 - 2020    
Bauzeit Labor- und Bürogebäude
2016 - 2022   
Bauzeit Gesamtbaumaßnahme mit Fertigstellung Außenanlagen

Projektdaten

Bruttogeschoßfläche: 6.500 m²
Nutzfläche: 3.350 m²
Gesamtbaukosten: ca. 23 Mio. €

Projektbeteiligte

Bauherrin
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, vertreten durch Oberfinanzdirektion Karlsruhe
Bundesbau Baden-Württemberg, vertreten durch Staatliches Hochbauamt Heidelberg

Nutzer
Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen im Geschäftsbereich des Bundesministeri-ums für Ernährung und Landwirtschaft

Projektleitung
Bundesbau Baden-Württemberg, Staatliches Hochbauamt Heidelberg

Architekten
hotz + architekten, Freiburg

Fachplanung HLS/Elektro/Gebäudeautomation
Sütterlin + Partner GbR, Freiburg

Fachplanung Laborplanung
FSH Ingenieurplanung GmbH, Meckenheim

Tragwerksplanung
Mathes Beratende Ingenieure GmbH, Chemnitz

Prüfstatik
Mohnke Höss Bauingenieure, Freiburg

SiGeKo
Ingenieurbüro Roland Beck, Mannheim

Kunst am  Bau
M+M, München

Außenanlagen
Eiling Ingenieure, Heidelberg

Ansprechpartner für Rückfragen
Baudirektor Bernhard Schmidt, Staatliches Hochbauamt Heidelberg