Springe direkt zu:
Service Navigation

Pressemeldung

Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Pressesprecherin
Dr. Gerlinde Nachtigall

Tel: 0531 299-3204
Fax: 0531 299-3000
pressestelle@  julius-kuehn.  de
 
Pressereferentin
Dipl.- Biol. Stefanie Hahn

Tel: 03946 47-105
oder
Tel: 0531 299-3207
pressestelle@  julius-kuehn.  de

PI Nr. 17: Prof. Dr. Frank Ordon zum Vizepräsident des Julius Kühn-Instituts ernannt

(Quedlinburg) Der habilitierte Züchtungsforscher Prof. Dr. Frank Ordon wurde vom Landwirtschaftsminister mit Wirkung vom1. August offiziell mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Vizepräsident des Julius Kühn-Instituts (JKI) betraut.

Damit nimmt der Leiter des Fachinstituts für Resistenzforschung und Stresstoleranz nun eine Doppelfunktion wahr. Neben der Leitung seines eigenen Fachinstituts ist er in die Leitung des JKI eingebunden und vertritt den Präsidenten des JKI, Direktor und Professor Dr. Georg F. Backhaus, bei offiziellen Anlässen und in Gremien. In den vergangenen Monaten konnte Prof. Ordon bereits in diese neue Funktion hineinwachsen. Er betreute hochrangige inländische und ausländische Delegationen, eröffnete und leitete Tagungen, nahm an Planungs- und Strategietreffen teil und wurde in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden.

Werdegang: Ordon ist Jahrgang 1963 und stammt aus Hildesheim. Er studierte Agrarwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen (1983-1989) und fertigte bis 1992 am dortigen Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I bei Prof. Dr. Wolfgang Friedt seine Doktorarbeit an. 1995 wurde er mit dem „Kurt von Rümker“-Preis der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ) ausgezeichnet. 1998 erfolgte die Habilitation und die Verleihung der „venia legendi“ für Pflanzenzüchtung und speziellen Pflanzenbau, die ihn seither berechtigt, in der universitären Lehre tätig zu sein. 2002 wechselte Ordon von seiner Alma Mater in Gießen an die Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen nach Aschersleben, um hier die Leitung des Institutes für Epidemiologie und Resistenzressourcen zu übernehmen. Mit der Errichtung des Julius Kühn-Instituts, im Jahr 2008, wurde er Leiter des neuen Fachinstituts für Resistenzforschung und Stresstoleranz, das in Quedlinburg und am Versuchsstandort Groß Lüsewitz in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt ist. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Funktionen und Ämter: Ordon ist in einer Vielzahl nationaler und internationaler Gremien und Organisationen tätig. So ist er beispielsweise seit 2008 Geschäftsführender Vizepräsident der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung e.V. (GPZ). Ordon war von 2008 bis 2015 Mitglied im Genbank-Beirat des Leibniz-Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben und von 2012 bis 2015 dessen Vorsitzender und in dieser Funktion ebenfalls Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des IPK. Weiterhin ist er im Beirat der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim aktiv und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation (GFPi). Er ist in Editorial Boards von vier renommierten Fachzeitschriften tätig und Chef-Herausgeber der Zeitschrift „Plant Breeding“. Seit 2012 lehrt Ordon als Professor an der Martin-Luther-Universität Halle. Er war im Gründungsdirektorium des Interdisziplinären Zentrums für Nutzpflanzenforschung der MLU und ist JKI-Vertreter im Wissenschaftscampus Halle sowie wissenschaftlicher Sprecher der nationalen Forschungsallianz „proWeizen“. Ordon ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Crop Research Institute in Prag und
Vorsitzender des Research Committee der Wheat Initiative, einer internationalen Forschungsinitiative zur Verbesserung des Brotgetreides Weizen.

Forschungsgebiete: Die wissenschaftliche Expertise von Prof. Ordon liegt in der Aufklärung der genetischen Grundlagen der Reaktion verschiedener Kulturpflanzenarten gegenüber biotischem und abiotischem Stress und deren Nutzbarmachung mittels molekularer Methoden zur Verbesserung der Resistenz- und Toleranzeigenschaften. Seine Arbeiten leisten damit einen Beitrag zu einer umwelt- und verbraucherfreundlichen Pflanzenproduktion sowie zur Anpassung unserer Kulturpflanzen an den Klimawandel.