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Pressemeldung

Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Pressestelle in Quedlinburg und Braunschweig

Sekretariat
N.N.
Tel.: 03946 47-1014
pressestelle@  julius-kuehn.  de

Pressereferentin
Dipl.- Biol. Stefanie Hahn
Tel. (Qb): 03946 47-1011 / oder 1015
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Pressereferent
Johannes Kaufmann
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johannes.kaufmann@  julius-kuehn.  de

Pressereferentin
Gesa Leefken
Tel.: 03946 47-1013
gesa.leefken@  julius-kuehn.  de

PI2022-12: Mitmach-Forschungsprojekt NützLINK sucht Vereine oder Privatpersonen mit Streuobstwiesen

Schwebfliege auf filigraner, gelben Blüte. Hintergrund ist verschwommen.
Schwebfliegen (Syrphidae) sind wichtige Nützlinge im biologischen Pflanzenschutz. In Europa kommen mehrere hundert Arten vor. Etwa ein Drittel dieser Arten ernährt sich von Blattläusen oder anderen kleinen blattfressenden Insekten. ©Herz/JKI
Logo des Projektes NützLink.
Das Bild ist in Bodennähe aufgenommen. In den vorderen zwei Drittel befindet sich Wiese, auf der runtergefallene Äpfel liegen. Im Hintergrund sind alte Obstbäume zu sehen.
Auf grüner Wiese stehen mittelhohe, teilweise blühende Obstbäume. Im Hintergrund ist ein Blühendes Rapsfeld zu sehen. Daran schließt sich der Himmel.

Sie betreuen Streuobstwiese im Rhein-Main-Neckar-Gebiet? Dann unterstützen Sie Forschende des JKI bei der Erfassung von Nütz- und Schädlingen auf Ihren Flächen.

(Dossenheim.) Welchen Einfluss hat die landwirtschaftliche Nutzung auf die Insektenvielfalt tatsächlich? Und könnten Streuobstwiesen ein Teil der Lösung um den Interessenskonflikt „Artenvielfalt in der Landwirtschaft“ sein? Diesen Fragen möchte das Julius Kühn-Institut im „Aktionsfeld Streuobstwiese“ des Teilprojekts NützLINK nachgehen. Dafür suchen die Forschenden interessierte Vereine oder Privatpersonen, die aktiv Streuobstwiesen pflegen. Die Freiwilligen unterstützen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen bei der Datenerhebung zur Insektenvielfalt im Rhein-Main-Neckar Raum.

Streuobstwiesen sind wegen ihres vielfältigen Angebots an Nahrung und Lebensraum für Insekten ideale Stichprobenorte für ein dauerhaftes Insektenmonitoring . Die extensive Bewirtschaftung begünstigt eine störungsarme Entwicklung der sechsbeinigen Spezies. Zudem dienen diese „Vielfalt-Hotspots“ als wichtige Regenerationsquelle für umliegende intensiv geführte Flächen nach ackerbaulichen Eingriffen. Der Vergleich der Monitoringergebnisse solch geschützter Flächen mit den intensiv geführten Kulturen kann künftig die Grundlage für wirksame Agrar- und Umweltvorgaben durch die Politik darstellen.

Die Unterstützung der Freiwilligen trägt dazu bei, eine Datengrundlage für die Beurteilung des aktuellen Zustandes der Insektenvielfalt in der Agrarlandschaft zu schaffen und diese Vielfalt künftig gezielt zu schützen. Interessierte Streuobstlerinnen und -obstler sind herzlich eingeladen, sich beim Fachinstitut für Biologischen Pflanzenschutz des JKI zu melden. Weitere Informationen zum Teilprojekt finden Sie auf der NützLINK-Website.

Ansprechpartnerin am JKI
Dr. Annette Herz
Institut für Biologischen Pflanzenschutz, JKI
Tel.: 03946 47-4965
Mail: annette.herz@  julius-kuehn.  de

Hintergrund
Derzeit lassen Daten und Indikatoren aus bestehenden Monitoringprogrammen zur biologischen Vielfalt nur in begrenztem Umfang wissenschaftlich belastbare Rückschlüsse auf die zugrundeliegenden Ursache-Wirkungsbeziehungen bzw. auf die Wirkung von agrarumweltpolitischen Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt zu. Das Projekt NützLINK ist Teil des Verbundprojekts MonViA, das sich derzeit in der Pilotphase befindet, in der standardisierte Erfassungsmethoden und Indikatoren entwickelt werden und testweise umgesetzt werden.

Hier geht es zur Informations-Website MonVia.

Im Rahmen des „Aktionsfeld Zuckerrübe“ sucht das JKI-Teilprojekt NützLINK im Raum Braunschweig Landwirtinnen und Landwirte mit Zuckerrüben-Betrieben, die auf diesen Flächen bei der Erfassung von Nützlingen unterstützen wollen.

Hier geht es zum „Aktionsfeld Zuckerrübe“ auf der NützLINK-Website.