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Qualitätssicherung

Qualitätssicherung

Evaluierungen

Seit seiner Gründung im Jahr 2008 evaluierte der Wissenschaftsrat der Bundesregierung das JKI zweimal, das letzte Mal im Jahr 2014. Als eine der größten und thematisch vielseitigsten Einrichtungen für Kulturpflanzenforschung in Deutschland „erfüllt es den Auftrag der Politikberatung auf überzeugende Weise, bietet Dienstleistungen in hoher Qualität an und führt gute bis sehr gute Forschung durch“, so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Manfred Prenzel.

Der Wissenschaftsrat (WR) ermutigte Anfang 2017 die Ressortforschungseinrichtungen des BMEL ihre erfolgreiche Entwicklung fortzusetzen. Seit der im Jahr 2008 vorgenommenen Umstrukturierung "haben die Institute des BMEL ihre Forschungsleistungen deutlichen verbessert...", so im Wortlaut der Presserklärung des WR vom 23.1.2017. Den Gesamtbericht finden Sie zum Download hier: http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/5916-17.pdf oder Anforderung per E-Mail an post@  wissenschaftsrat.  de.

Der wissenschaftliche Beirat des JKI berät die Leitung bei der Forschungs- und Entwicklungsplanung. Er unterstützt damit das JKI in seinen Aufgaben. Die einzelnen Institute werden regelmäßig von Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats evaluiert. Daraus ergeben sich wichtige Impulse zum Beispiel bei der Neubesetzung von Leitungsstellen und notwendigen Veränderungen bei Forschungsaufgaben.

Intensive Diskussionen und Themenabstimmungen bei der Planung und Realisierung von Forschungsinhalten oder neuen Konzepten und Strategien erhalten in außerordentlichen Klausurberatungen und während der Kollegiumssitzungen des JKI ihren Raum. Letztere finden zweimal jährlich statt.

LIMS Labor-Informations- und Management-System

Dokumentation und Nachvollziehbarkeit zeichnet international anerkannte Forschung aus. Die versuchsbezogenen Forschungsarbeiten der Institute des JKI werden deshalb in geeigneten elektronischen Informationssystemen abgebildet. Speziell für die laborbezogenen Forschungsarbeiten wird in zunehmendem Maße ein anerkanntes und qualitätszertifiziertes zentrales Labor-Informations- und Management-System (LIMS) eingesetzt. In ihm werden die Prozessketten und sämtliche Ergebnisse sowie verwendete Methoden durchgehend dokumentiert.

Voraussetzung der erfolgreichen Integration des LIMS in den Laborbetrieb der JKI-Institute war die Einrichtung einer Stelle für eine LIMS-Fachkraft, die die LIMS-Projekte gemeinsam mit den Fachwissenschaftlern und Laborbeschäftigen plant, einführt und beratend zur Seite steht. Die Fachkraft ist regional mit LIMS-Nutzern anderer Forschungseinrichtungen sowie mit dem LIMS-Hersteller eng vernetzt, damit sie dieser anspruchsvollen und umfangreichen Aufgabe dauerhaft gerecht werden kann.Der durchgängige LIMS-Einsatz im JKI ist strategisches Ziel und wird systematisch in enger Zusammenarbeit zwischen der Zentralen Datenverarbeitung und den Fachinstituten vorangetrieben.

Referenzlaboratorium/Akkreditierung

Bei Exporten von Pflanzen und Pflanzenprodukten gilt es, mit Schadorganismen befallene Sendungen frühzeitig festzustellen. So soll die Verschleppung solcher Schadorganismen verhindert werden. Diese Aufgabe nimmt das JKI wahr. Es soll daher nun aufgrund seiner langjährigen Expertise nationales Referenzlaboratorium werden, das zum einen die Arbeiten der entsprechenden Labore der einzelnen Bundesländer koordiniert und zum anderen mit den EU-Referenzlaboratorien zusammenarbeitet.

Damit einher geht die Verpflichtung zur Akkreditierung der auf diesem Gebiet tätigen Bereiche des JKI nach der Norm DIN EN ISO/IEC 17025. Dadurch soll auf nationaler und internationaler Ebene die Vergleichbarkeit der Prüfungen von Pflanzenproben auf Schädlingsbefall sichergestellt werden. Hierzu muss die Deutsche Akkreditierungsstelle als autorisierte Stelle formell anerkennen, dass die betreffenden JKI-Labore kompetent sind, die erforderlichen Prüfungen auszuführen. Zurzeit laufen derartige Verfahren in mehreren Instituten, die mit dem Nachweis von Schadorganismen beauftragt sind, und für die Zertifizierung von Pflanzenschutzgeräten.

Bioinformatik und Biometrie

Bei den Ergebnissen, die mit modernen molekularbiologischen Techniken wie die Sequenzierung von Genen oder aktuellen Methoden der Metabolomforschung (Metabolomics) erzeugt werden, handelt es sich um eine schier unüberschaubare Menge an Daten. Deren Analyse ist äußerst kompliziert und komplex. Sie erfordert neben biologischen Fachkenntnissen eine hohe Spezialisierung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung. Daher arbeiten am JKI Bioinformatiker, die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der 17 Fachinstitute in ihrer Arbeit unterstützen, indem sie Primärdaten systematisch zusammenfassen und gemeinsam mit den Forschern aus- und bewerten.

Zu Fragen der Biometrie werden fortlaufend hausinterne Schulungen angeboten. Ansprechpersonen stehen für individuelle Fragen zur Verfügung.

Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten im JKI

Das Kollegium des Julius Kühn-Instituts verabschiedete am 23. März 2017 die „Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten im JKI“. Damit kommt das JKI den Empfehlungen und Forderungen des Wissenschaftsrates, der Hochschulrektorenkonferenz und des Rats für Informationsinfrastrukturen nach: das Forschungsdatenmanagement institutionell zu verankern und somit sowohl nach innen als auch nach außen ein klares Zeichen zu setzen. Gleichsam liefert es damit die Voraussetzung, den Forderungen der Bundesregierung, von Forschungsförderern wie DFG, Europäische Kommission, BMBF sowie Wissenschaftsorganisationen und Fachzeitschriften nach einem offenen Zugang zu Forschungsdaten und deren Nachnutzung nachzukommen.

Das JKI bekennt sich zu dem offenen Zugang zu Forschungsdaten und zu einem qualitätsbewussten Forschungsdatenmanagement im Sinne nationaler und internationaler Erklärungen. Es unterstützt, fördert und würdigt die Initiativen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Forschungsdaten in Form von zitierbaren Datenpublikationen verfügbar zu machen.

Entwickelt wurden die Leitlinien von einer internen Arbeitsgruppe, bestehend aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Datenverarbeitung, der Forschungskoordination und des Informationszentrums und Bibliothek. Diese werden jetzt die Umsetzung vorantreiben und koordinieren.