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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Hella Kehlenbeck

Adresse
Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow

Sekretärin
Ursula Pfeffer
Tel: 033203 48-205
Fax: 033203 48-424
sf@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Broschüre

Ökologische und ökonomische Folgenabschätzung

In Deutschland werden ca. 50 % der Fläche landwirtschaftlich genutzt. Damit stellen Felder, Wiesen und Weiden, Obst- und Rebanlagen einen wesentlichen Teil unserer Umwelt dar. Welche Auswirkungen hat dies auf Böden, Wasser, Luft, das Klima und die biologische Vielfalt? Welche ökologischen und ökonomischen Wirkungen haben Änderungen in den Anbausystemen? Ziel unserer wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Folgen, die mit dem Anbau von Kulturpflanzen verbunden sind, möglichst umfassend und gleichzeitig räumlich differenziert abzuschätzen. Aspekte der Ressourceneffizienz, Schutz und Erhaltung der Biodiversität sowie Ökosystemleistungen werden dabei ebenso berücksichtigt wie die Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität unterschiedlicher Szenarien oder Handlungsoptionen. 

Eine zentrale Grundlage für unsere Bewertungen der ökologischen Folgen sind die im Institut entwickelten Indikatoren zu Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit von Pflanzenschutz- und Anbaustrategien. Dazu zählen zum Beispiel SYNOPS (Bewertung des Risikopotentials chemischer Pflanzenschutzmittel, SYNOPS), der Agrarvogelindikator, der CO2-Fußabdruck und weitere Life Cycle Assessment (LCA) basierte Indikatoren. Eigene Versuche, Erhebungen in Praxisbetrieben (siehe unsere Wissensportale PAPA und Demonstrationsbetriebe sowie das Netz Vergleichsbetriebe) und Feldbonituren von Agrarvögeln, der Segetalflora, von Schadorganismen und Nützlingen liefern uns dafür die erforderlichen Daten. Die vor- und nachteiligen Wirkungen landwirtschaftlicher Aktivitäten werden qualitativ und (soweit möglich) quantitativ analysiert.

Mit Hilfe von Nutzen-Kosten-Untersuchungen oder anderen geeigneten Methoden auf betrieblicher oder gesellschaftlicher Ebene bewertet das Institut die identifizierten Wirkungen auch ökonomisch. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Folgenabschätzungen im Zusammenhang mit Maßnahmen des Pflanzenschutzes. Ein aktuelles Beispiel ist die im Jahr 2015 durchgeführte Folgenabschätzung zum Verzicht auf glyphosathaltige Herbizide.