Springe direkt zu:
Service Navigation

Stabsstelle Grünland

Stabsstelle Grünland

Das Landnutzungssystem Grünland wurde über Jahrhunderte vom Menschen geschaffen und geprägt. Mit einem Anteil von rund 29 % an der landwirtschaftlichen Nutzfläche stellt es in Deutschland einen wesentlichen Teil unserer Kulturlandschaft dar.

Ungedüngte Mähweide in der Schwäbischen Alb.

Die permanente Bodenbedeckung aus Gräsern und Kräutern schützt vor Wind- und Wassererosion, ermöglicht Humusaufbau und dient daher als Kohlenstoff-Senke. Um diese grünlandbasierten Ökosystemleistungen sicherzustellen, ist eine kontinuierliche, standortangepasste und wirtschaftliche Nutzung oder Pflege notwendig. Insbesondere für Futterzwecke nimmt die Bedeutung des Grünlandes jedoch ab. Daher hat das JKI die Stabsstelle Grünland eingerichtet, um die Vorteile dieser Flächennutzung auf Grundlage wissenschaftlicher sowie praktischer Erkenntnisse herauszustellen und zukunftsfähige Bewirtschaftungsformen zu entwickeln.

Grünland am JKI

Ernte von Futtergrasversuchen.

Als Grundlage der Forschungsarbeit sammeln wir am JKI satellitengestützte Information zur Grünlandbewirtschaftung. Unterstützt werden wir hier durch das Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung (FLE) des JKI.

Am Fachinstitut für Pflanzenbau und Bodenkunde beschäftigen wir uns außerdem damit, die Rohstoffeffizienz und Wertschöpfung von Grünlandflächen zu verbessern. Hierzu gehört u.a. die Wertprüfungen und Analysen von Gräsern und Zwischenfrüchten für das Bundessortenamt, den Schnittzeitpunkte zu optimieren, die Leistungsfähigkeit von Futter-Leguminosen zu verbesser und die Klimaanpassung von Grünlandbeständen voranzutreiben.

Auch die Grünland-Nutzung breiter aufzustellen ist Gegenstand unserer Forschung. Daher arbeiten wir z.B. daran Produktlinie von Futterpflanzen zu Biomasselieferanten zu entwickeln, Futtergräser für die Biogasproduktion zu konservieren und einzusetzen sowie energetische, stofflichen und alternative Kaskadennutzung abzuschätzen.
Wir modellieren zudem Kohlenstoff- und Stickstoffkreisläufe im Grünland und untersuchen Boden- und Wurzelraumsysteme dieser Flächen.

Das Fachinstitut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik (EP) schaut hier insbesondere auf das Bodenmikrobiom. Dieses hat nachweislichen Einfluss auf die Nährstoffversorgung der Pflanze und vermittelt ebenfalls höhere biotische und abiotische Stresstoleranz. Zudem liegt die Analyse von Pathogenen in Futtergräsern im Kompetenzbereich von Institut EP.

Im Rahmen der Pflanzenschutzmittel- und Wirkstoffprüfung am JKI bewertet das Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland Wirksamkeit sowie Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Nicht-Zielorganismen im Grünlandbereich.

Ansprechperson Stabsstelle Grünland

Die Stabsstelle ist angesiedelt am Fachinstitut für