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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Henrik Hartmann (m. d. W. d. G. b.)

Adresse
Erwin-Baur-Str. 27
06484 Quedlinburg

Sekretariat
N.N.

Tel:  03946 47-4000
Fax:  03946 47-500
ws@  julius-kuehn.  de

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Forst – Situationsanalyse und Erweiterung wissenschaftlicher Grundlagen für die Nutzen-Risiko-Bewertung (AWANTI)

Bestandesauflösung 4 Jahre nach Massenvermehrung des Kiefernspinners ohne Pflanzenschutzmaßnahme in Lieberose/Brandenburg, 2018
Bestandesauflösung 4 Jahre nach Massenvermehrung des Kiefernspinners ohne Pflanzenschutzmaßnahme in Lieberose/Brandenburg, 2018

Hintergrund

Die Kiefernwälder im nordostdeutschen Tiefland sind typische Schadgebiete für nadelfressende Insekten, die großräumige Massenvermehrungen ausbilden können. Als Folge von Kahlfraß verstärken ungünstige Wetterlagen (wie Hitze und Trockenheit) und/oder der Befall mit Folgeschädigern ein flächiges Absterben von Waldbeständen. Bei der Prognose existenzbedrohender Waldschäden durch Kahlfraß ist nach § 18 Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) eine Luftausbringung von zugelassenen Insektiziden im Kronenbereich der Wälder möglich, unter Einhaltung zusätzlicher Auflagen und Anwendungsbestimmungen. Ein Einsatz von Insektiziden, als auch der Kahlfraß von Forstschadinsekten können zu Störungen in Waldökosystemen führen.  

Zielsetzung

Im Projekt AWANTI erfolgt eine Abwägung und Bewertung der ökologischen Risiken und des ökonomischen Nutzens bei der Anwendung und bei dem Verzicht von Pflanzenschutzmitteln im Wald, anhand repräsentativer Szenarien für ausgewählte Waldökosysteme und Bundesländer (z.B. trocken-warme Kiefernwälder im Land Brandenburg). Die zu berücksichtigenden Parameter sind u.a. die vom Schädlingsbefall ausgehende Gefährdung (wie Nadel-/Blattverlust, Befallsdruck), der Waldbestand (wie Alter, Baumart, Bestockungsdichte, Mischung) und der Standort (wie Witterung, Bodeneigenschaften, Landschaftsstruktur, Topografie). Die Auflagen und Anwendungsbestimmungen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden ebenfalls berücksichtigt. Neben der Erarbeitung eines Webtools für die Risikoabschätzung, sollen auch Empfehlungen für ein situationsbezogenes, nachhaltiges Risikomanagement bei der Anwendung von Insektiziden mit Hubschrauber abgeleitet werden.   

Projektlaufzeit

2020 - 2022

Ansprechperson im Institut
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Projektverbund
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  • Julius Kühn-Institut

    • Institut für Strategien und Folgenabschätzung (SF), Kleinmachnow (Federführung)

  • Landesbetrieb Forst Brandenburg
  • Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE)

Gefördert durch
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Projektträger „Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR)“

Logo Bundeministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)