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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dir. und Prof. Dr. Günter Schumann

Adresse
Erwin-Baur-Str. 27
06484 Quedlinburg

Sekretariat

Elke Rehwald
Tel: 03946 47-402
Fax: 03946 47-400
zg@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Genetische Ressourcen

Morphologische, ackerbauliche, inhaltsstoffliche und Resistenzmerkmale von pflanzengenetischen Ressourcen bei gartenbaulichen Kulturen werden am Institut zielgerichtet bewertet. Die Merkmale des Genpools relevanter Pflanzenarten werden erfasst. Dabei sind sowohl äußere Merkmale als auch die genetische Ausstattung gemeint. Neuere Methoden der Phänotypisierung ermöglichen eine zerstörungsfreie und umfassende Datenaufnahme zum Erscheinungsbild der Pflanzen. Für wichtige Merkmale können so genetische Marker entwickelt werden, die bestimmten äußeren Merkmalen zugeordnet werden können. Sie stellen damit eine wichtige Grundlage für die Erweiterung der genetischen Variabilität von Zuchtmaterial dar.

Grundvoraussetzung einer modernen Pflanzenzüchtung ist die Bereitstellung von Pflanzenmaterial, dessen Merkmale genau bekannt sind. Das Material kann aus dem primären (d.h. der Kulturpflanze selbst und problemlos einkreuzbaren Arten) oder sekundären Genpool (z. B. Wildarten, die nur noch schwer einkreuzbar sind) stammen. Jedoch müssen möglichst umfangreiche Kenntnisse der Vererbung der jeweiligen züchtungsrelevanten Merkmale vorliegen. Die Entwicklung merkmalsspezifischer Phänotypisierungsmethoden und die Genomanalyse schaffen die Grundlagen für die Vererbungsanalysen, Kandidatengenidentifizierung und die Entwicklung molekularer Marker.

Phytopathogene Pilze und Viren bilden am Institut derzeit den Schwerpunkt der Untersuchungen zur Resistenz gegen biologische Schaderreger. Diese sehr komplexen Analysen beginnen bei der detaillierten Charakterisierung des jeweiligen Erregers. Über die Entwicklung von Teststrategien und Bioassays bis hin zur Analyse der Vererbung möglicher Resistenzen reichen die weiteren Bearbeitungsschritte.

Gerade bei Arznei- und Gewürzpflanzen sowie Gemüse ist es wesentlich zu wissen, wie sich die zum Teil gesundheitsfördernden sekundären Inhaltsstoffe in der Pflanze bilden und wie sie sich qualitativ und quantitativ zusammensetzen. Dazu werden interdisziplinär Untersuchungen zum Pre-Breeding (erstes Einkreuzen genetischer Ressourcen), zum Genom und zur Sekundärstoffbildung durchgeführt.