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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professorin Dr. Magda-Viola Hanke

Adresse
Pillnitzer Platz 3a
01326 Dresden

Sekretärin
Martina Tanner
Tel: 0394647 – 8001
Fax: 0394647 – 8002
zo@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Molekulare Genomanalyse

Die Struktur des Genoms erforschen und die Funktion von Genen aufklären. Dieses Wissen nutzen wir als Grundlage für züchterische Entscheidungen bei der Selektion und um die Entwicklung neuer Sorten zu beschleunigen.

Das Wissen über Gene und molekulare Mechanismen, die agronomische und verbraucherrelevante Merkmale in Obstpflanzen bestimmen, nimmt rasant zu. Wir identifizieren Gene und Genregionen, die für wichtige Merkmale verantwortlich sind. Für diese Gene entwickeln wir molekulare Marker, die unseren Züchtern helfen, die richtigen Eltern auszuwählen und zielgerichtet nach erfolgversprechenden Genkombinationen in den Nachkommen zu suchen. Mithilfe dieses Wissens über die genetischen Grundlagen wesentlicher Werteigenschaften (z. B. Resistenz, Fruchtfarbe, Aroma) untersuchen wir die genetischen Ressourcen unserer Obstgenbank sowie des Zuchtmaterials.

Dazu nutzen wir:

  • Genetische Fingerabdrücke und phylogenetische Abstandsanalysen
  • Kartierungspopulationen und genetische Kopplungsstudien
  • Kopplungs-, QTL- und genomweite Assoziationskarten
  • Daten aus der funktionellen Genomanalyse
  • Phänotypische Daten aus allen Arbeitsbereichen des Institutes
  • Verschiedene Systeme an molekularen Markern

Modernste biotechnologische Verfahren eignen sich, die Funktion von einzelnen Genen und deren Allelen zu untersuchen, die eine Rolle bei der Ausprägung wichtiger Werteigenschaften spielen. Das Wissen darüber hilft uns, genetische Zusammenhänge besser zu verstehen und die Ergebnisse aus der strukturellen Genomanalyse zweifelsfrei zu überprüfen.

Unsere Expertise umfasst:

  • DNA- und RNA-Extraktion und Klonierung
  • Analyse der transkriptionellen Aktivität (RNA-Sequenzierung, Reverse Transkriptase (RT)-PCR, quantitative Real Time RT-PCR)
  • Nachweis von Translation und enzymatischer Aktivität (Western Blot, ELISA, 2-D Proteingelelektrophorese)
  • Verfahren zur Aufklärung der Genfunktion in planta (Überexpression, Silencing) mittels pflanzlicher Transformation

Diese Untersuchungen helfen uns bei der Bewertung des Nutzens und potenzieller Risiken, die durch die Verwendung einzelner Genvarianten im Zuchtprozess entstehen können. Dieses Wissen nutzen wir um unsere Zuchtprogramme zu optimieren.