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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Prof. Dr. Reinhard Töpfer

Adresse
Geilweilerhof
76833 Siebeldingen

Sekretariat
Sabine Martin
Tel.: 06345/41-0
Fax: 06345/41-179
zr@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Genetische Ressourcen und Fachinformationszentrum Rebe und Wein

Die Charakterisierung der Biodiversität, die Feststellung der Sortenechtheit und die Ahnenforschung dienen dazu, die Sortenvielfalt zu bewerten und ihren Schutz zu unterstützen. Das Fachinformationszentrum Rebe und Wein erstellt und pflegt hierzu vier umfangreiche Datenbanken für das Internet. Eine wissenschaftliche Zeitschrift zu Rebe und Wein wird regelmäßig online sowie in gedruckter Form erstellt. Angeschlossen sind eine der weltweit größten Spezialbibliotheken zu Rebe und Wein sowie umfangreiche Herbarien von Rebarten, -sorten und Rebakzessionen sowie Belegsammlungen.

Vitis-VEA (Literaturdatenbank)

http://www.vitis-vea.de

Diese internationale Literaturdatenbank umfasst die seit 1969 erschienenen internationalen wissenschaftlichen Zeitschriftenartikel, Monografien und Tagungsberichte aus den Bereichen Weinbau, Biologie der Rebe, Rebenzüchtung, Pflanzenschutz und Kellerwirtschaft. Deutschsprachige Artikel mit Praxisbezug werden seit 1994 aufgenommen.

VITIS Journal of Grapevine Research (wissenschaftliche Zeitschrift)

https://ojs.openagrar.de/index.php/VITIS

Die Zeitschrift des JKI in englischer Sprache mit wissenschaftlichen Originalarbeiten aus aller Welt erscheint seit 1957 in gedruckter Form und seit 2015 auch als Online-Zeitschrift.

Internationaler Rebsortenkatalog /Vitis International Variety Catalogue (VIVC)

http://www.vivc.de

Zur Dokumentaton der weltweit beschriebenen und noch existierenden Rebendiversität wurde der VIVC eingerichtet. Heute umfasst der VIVC etwa 23.500 Rebsorten, Wildarten und Zuchtstämme. Die Datenbank wurde 1984 gegründet und ist seit 1996 online jederzeit verfügbar. Sie umfasst sortenspezifische Passport- und Beschreibungsdaten, Fotos und Bibliographie. Im Durchschnitt greifen mehr als 110 unterschiedliche Besucher am Tag auf den Katalog zu.

Europäische Rebendatenbank / European Vitis Database

http://www.eu-vitis.de

Die Europäische Rebendatenbank ist eine virtuelle Genbank. Sie enthält augenblicklich die Inventare von 58 Rebsammlungen aus 28 europäischen Ländern. Eine Aufwertung und Effizienzsteigerung gelang dadurch, dass die Kuratoren der Sammlungen die Aktualisierung der Datenbankinhalte in der Europäischen Vitis Datenbank selbst vornehmen können. Der Import und Export sowie die Korrektur aller Datentypen und Fotos ist durch die Experten der einzelnen Länder direkt online möglich.

Deutsche Genbank Reben

http://www.deutsche-genbank-reben.jki.bund.de

In der Deutschen Genbank Reben (DGR) sind die Inventare von sieben deutschen Rebsammlungen registriert. Die DGR ist damit ein wesentliches Instrumentarium zur Sicherung der rebengenetischen Ressourcen in Deutschland. Die Koordination der DGR liegt in den Händen des Instituts.

Ressourcenerhaltung

Im Rebsortiment des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof werden über 3.000 Rebsorten und Wildarten, sowie züchterisch wertvolle Zuchtstämme erhalten. Darunter befinden sich alte und vernachlässigte Rebsorten aus dem deutschsprachigen Raum und seltene osteuropäische Kelter- und Tafeltrauben. Mehr als die Hälfte der Rebsorten sind Träger von Resistenzgenen gegen Mehltaupilze, den bedeutendsten Schaderregern der Reben.

Sortenidentifikation und Abstammungsanalyse

Die Prüfung der Sortenidentität ist ein laufender Prozess. Inzwischen entstanden genetische Fingerabdrücke von 1.136 Vitis vinifera Sorten. Die genetischen Profile werden stets mit den Daten aus internationalen Datenbanken abgeglichen. Bei ca.10 % der bisher geprüften Sorten stellte sich heraus, dass es sich entweder um Synonyme, Homonyme oder Bezeichnungsirrtümer handelte. Diese Ergebnisse decken sich mit Erfahrungen aus anderen Rebsortimenten. Neue Erkenntnisse bezüglich der Identität von Sorten sichern wir ab, indem wir die Morphologie der Triebspitzen, Blätter und Trauben mit Abbildungen und Beschreibungen aus Literaturquellen vergleichen. Im Rahmen des BÖLN-Projekts: „Weiterentwicklung von Wissenstransfer- und Informationssystemen zur nachhaltigen Nutzung rebengenetischer Ressourcen“ läuft derzeit die Überprüfung der Sortenidentitäten in den sieben bestehenden deutschen Rebsammlungen. Das Ziel ist, seltene Exemplare mit historischer Bedeutung zu duplizieren, d. h. an mindestens zwei Standorten zu erhalten.