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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Ernst Pfeilstetter (komm.)

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretariat
Simone Wittke
Tel: 0531 299-3371
Fax: 0531 299-3007
ag@  julius-kuehn.  de

Adresse
Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow
Fax: 033203 48-385

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Durch den weltweit zunehmenden Handel mit Pflanzen und Pflanzenprodukten sowie dem Tourismus wächst das Risiko der Ein- und Verschleppung von Pflanzenkrankheiten und –schädlingen. Diese können erhebliche wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen haben, sobald sie in einem Pflanzenbestand oder einem Gebiet etabliert sind. Daher ist es unser Ziel Pflanzen sowie Pflanzenerzeugnisse in Deutschland und der Europäischen Union (EU) vor diesen Schadorganismen zu schützen und sie gesund zu erhalten. Hierfür sind wir auf sehr vielen verschiedenen Ebenen aktiv.

Das Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit führt Forschungsarbeiten und umfassende Datenrecherchen durch. Diese Arbeiten bilden die unerlässliche Basis für die Politikberatung und die Erarbeitung von Regelungen und Standards. Demselben Zweck dienen auch Risikoanalysen, mit deren Hilfe Experten des Instituts das Schadenspotenzial eines Organismus nach einer möglichen Einschleppung ermitteln. So können Maßnahmen zum Schutz vor diesem Schadorganismus identifiziert werden.

Das Institut erstellt Pläne, wie die Verbreitung von Schadorganismen in Deutschland im Rahmen eines Monitorings erfasst werden können. Es veranlasst und koordiniert deren Durchführung durch die Pflanzenschutzdienste der Bundesländer. Die Ergebnisse wertet das Institut aus und leitet sie für Deutschland der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedstaaten zu. Diese Daten bilden eine wesentliche Grundlage für Risikoanalysen zu neuen Schadorganismen und für die Entscheidung über Notwendigkeit und Art der Gegenmaßnahmen in Deutschland und der EU. Für einige Quarantäneschadorganismen erfüllt das Institut die Funktion eines Referenzlabors. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Untersuchungsergebnisse der Bundesländer verlässlich sind. In Zweifelsfällen werden die Ergebnisse von amtlichen Labors auf diese Weise abgesichert.

Pflanzen oder pflanzliche Produkte wie z. B. Früchte, Getreide oder Holz zu exportieren, ist nicht immer unmittelbar möglich. Zahlreiche Staaten außerhalb der EU erlauben Einfuhren erst dann, wenn sie geprüft haben, dass von einem Produkt kein phytosanitäres Risiko ausgeht. Für diese Prüfung benötigen sie vom Exportland spezifische pflanzengesundheitlich relevante Informationen. Das JKI stellt die für das Importland notwendigen Informationen bereit. Das Importland nutzt die Daten für die Durchführung einer Risikoanalyse und die Festlegung von Einfuhranforderungen.

Auf nationaler Ebene haben wir eine koordinierende Funktion, wenn ein oder mehrere Bundesländer pflanzengesundheitliche Maßnahmen durchführen müssen. Als deutscher Knotenpunkt des europäischen Frühwarnsystems informieren wir die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten und der EU-Kommission, wenn gefährliche Schadorganismen in Deutschland auftreten. Ebenso warnen wir diese Institutionen, wenn die deutschen Behörden befallene Sendungen identifiziert haben, die nicht in die EU eingeführt oder innerhalb der EU gehandelt werden dürfen.

Werden pflanzengesundheitliche Standards und Regelungen erarbeitet, auf deren Grundlage Inspektionen und Maßnahmen gegen Quarantäneschadorganismen erfolgen, wirkt das Institut auf nationaler und internationaler Ebene mit. Es berät und informiert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bei politischen Entscheidungen und zu Rechtsvorschriften über die fachlichen Aspekte der Pflanzenquarantäne und der Maßnahmen gegenüber sogenannten geregelten Nicht-Quarantäneschadorganismen. Das sind Schadorganismen mit anderen Eigenschaften als Quarantäneschadorganismen. Auch für sie sind rechtliche Regelungen gerechtfertigt um Qualität und Gesundheit von Pflanzen bei der Erzeugung und im Handel zu schützen.

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