Wie lassen sich Schädlinge im Obstbau mit natürlichen Gegenspielern bekämpfen? Dieser Frage widmet sich unser YouTube-Video zur biologischen Bekämpfung der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii), das von Jakob Martin, Maximilian Pink, Dr. Maximilian Paluch und Sarah Barnert produziert wurde. Darin stellen wir kurz die Biologie dieses Schädlings vor und zeigen, wie Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler zur Regulierung der Population beitragen können.
Zu sehen bei youtube: https://www.youtube.com/watch?v=FzpLacirbsk
Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) stammt ursprünglich aus Ostasien und gehört zur Familie der Obst-, Essig- oder Taufliegen (Diptera: Drosophilidae). Sie ist seit 2011 in Deutschland nachgewiesen und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer Bedrohung für den europäischen Obst- und Weinbau, da sie (im Gegensatz zu verwandten heimischen Arten) gesunde Früchte befällt. Zudem verfügt die Kirschessigfliege über ein sehr breites Wirtspflanzenspektrum und einen kurzen Entwicklungszyklus, was unter günstigen Bedingungen zu einem enormen Vermehrungspotenzial führt.
Im Forschungsvorhaben „ParaDrosu“ haben Forschende des Julius Kühn-Instituts (JKI), namentlich dem Institut für Biologischen Pflanzenschutz und dem Institut für Pflanzenschutz im Obst- und Weinbau (Dossenheim) unter der Leitung von Dr. Annette Herz und Dr. Astrid Eben, gemeinsam mit weiteren Projektpartnern gezielt Schlupfwespen gegen diesen Obstschädling eingesetzt. Diese natürlichen Gegenspieler sind in der Lage, die Tönnchenpuppen der Kirschessigfliege am Boden, in Früchten oder an Pflanzen aufzuspüren, zu parasitieren und dadurch abzutöten.