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Waldschutz-Institut stark vertreten auf der CBC 2026 in Leipzig

 

Ende September kamen in Leipzig unter dem Titel „Connecting Biodiversity, Climate and Human Behaviour” (https://cbc-conference.org/) rund 270 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 30 Nationen zusammen. An der Organisation der Konferenz war das JKI-Institut für Waldschutz seit über einem Jahr beteiligt. Vor Ort gestaltete es das Programm mit zwei eigenen Sessions sowie mehreren Vorträgen und Postern mit.

Rico Fischer (JKI-Institut für Waldschutz) organisierte gemeinsam mit Nadja Rüger (iDiv) und Hans Verbeeck (Universität Ghent) die Session „Future Forests for People”. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie sich Wälder unter künftigen Umwelt- und gesellschaftlichen Bedingungen verändern werden und welche Auswirkungen dies auf die von uns erwarteten Leistungen haben wird: von der Klimaregulation über die Biodiversität bis hin zur Holzversorgung und Erholung. Fernerkundung und Modellierung standen dabei im Mittelpunkt.

Viel Anklang fand auch die Session „Sustainable Land-use for Climate Smart Systems" von Melanie Maraun (JKI-Institut für Waldschutz) und Nico Eisenhauer (iDiv, Universität Leipzig), in der es um klimaangepasste Land- und Waldnutzung und die Rolle der Böden ging. Es wurde diskutiert, wie Bodenbiodiversität und Pflanze-Boden-Wechselwirkungen zu einer Landnutzung beitragen, die produktiv und zugleich klimaresilient ist.

Sophie Ehrhardt (JKI-WS) moderierte einen Workshop auf dem Belmont Forum zum Thema „Developing and supporting long-term, transdisciplinary biodiversity monitoring”. Jürgen Groeneveld und Gunnar Dressler (beide JKI-WS) stellten ihre Arbeiten zur aktuellen Modellierung und Waldforschung vor. Hanna Komischke (JKI-WS) wurde für ihr Poster mit dem Titel „Future forest development in Germany and the role of increasing biotic disturbances“ mit einem Posterpreis ausgezeichnet – herzlichen Glückwunsch!

Insgesamt zeigte die Konferenz, wie eng die Bereiche Waldforschung, Fernerkundung und gesellschaftliche Fragen inzwischen miteinander verbunden sind. Besonders deutlich wurde dabei der Anspruch, Klimawandel und Biodiversität nicht allein aus naturwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten, sondern auch menschliches Verhalten, gesellschaftliche Dynamiken und Handlungsmöglichkeiten einzubeziehen. Der konsequente Austausch zwischen Natur- und Sozialwissenschaften prägte die Konferenz und machte deutlich, wie wichtig interdisziplinäre Ansätze für die Forschung an den komplexen Herausforderungen des Klimawandels sind. Ein Feld, in dem das Institut für Waldschutz mit seinen Arbeiten zu biotischen Schadfaktoren, digitalen Zwillingen und Ko-Kreation auch weiterhin aktiv bleiben wird.

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