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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Henrik Hartmann (m. d. W. d. G. b.)

Adresse
Erwin-Baur-Str. 27
06484 Quedlinburg

Sekretariat
N.N.

Tel:  03946 47-4000
Fax:  03946 47-500
ws@  julius-kuehn.  de

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Veröffentlichung
...

Das Institut für Waldschutz am Julius Kühn-Institut ist das jüngste von 18 Fachinstituten unter dem Dach des Bundeforschungsinstituts für Kulturpflanzen. Es hat mit der Einsetzung des neuen Institutsleiters am 1. Dezember 2022 seine Arbeit aufgenommen (siehe dazu auch die JKI-Presseinformation PI2021-06). Wichtige Arbeitsfelder des Instituts sind:

  • die Erarbeitung von Strategien und Konzepten für den Waldschutz unter besonderer Berücksichtigung des Klimawandels,
  • die Forschung zu Biologie, Vermeidung und integrierten Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten im Wald,
  • die Stärkung der funktionalen Biodiversität und der natürlichen Regulations- und Abwehrmechanismen des Waldes gegen Krankheiten und Schädlinge.

Die Waldschutzforschung ist kein neues Arbeitsgebiet am JKI, denn seit 2008 hat eine Arbeitsgruppe am ehemaligen Fachinstitut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst aktuelle Fragestellungen zu Forstschädlingen und -krankheiten sowie zum integrierten Pflanzenschutz in Wäldern bearbeitet. Diese Forschung wird nun ausgebaut und ergänzt.

Damit wird den gestiegenen Herausforderungen für die Waldökosysteme durch den Klimawandel und das Auftreten so genannter Komplexkrankheiten Rechnung getragen. Das Waldschutzinstitut ist weiterhin behördlich in die Bewertung der Wirksamkeit von Pflanzenschutzmitteln im Zulassungsverfahren eingebunden und arbeitet aktiv in nationalen und internationalen Gremien mit.

Verstärkte Aufmerksamkeit gilt neben den biotischen Schadursachen auch den Wechselwirkungen mit abiotischem Stress in Folge sich ändernder Klimafaktoren. Letztere bewirken nicht nur direkte Schäden, sondern schwächen die Waldbäume in ihrer Widerstandskraft und Regenerationsfähigkeit. Das bedeutet für die Wälder, dass sie Anpassungsprozessen unterliegen, in denen sie besonders störungsanfällig sind. So ist absehbar, dass sich nicht nur die Standortsbedingungen verändern werden, sondern auch das Spektrum und die Häufigkeit der Schadorganismen.